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Flores

Dass Flores eine kleine Welt für sich ist, lässt sich bereits aufgrund des Namens der Insel erahnen – Indonesisch jedenfalls klingt anders. Tatsächlich verdankt die „Blumeninsel“ ihren Namen portugiesischen Händlern und Missionaren, die im 16. Jahrhundert am „Capo des Flores“ landeten. Zwar gibt es auf Flores keineswegs mehr oder schönere Blumen als auf den anderen Inseln Indonesiens, einen Besuch ist sie aber trotzdem wert. Ihr großes Kapital nämlich ist ihre unglaubliche natürliche Vielfalt und Schönheit.

Flores, das sind steil aufragende Vulkankrater und üppige Palmwälder, schneeweiße Strände, Savannen und Regenwälder. Zu den schönsten Regionen der 354 Kilometer langen Insel nördlich von Sumba und östlich von Komodo zählt der 1.639 Meter hohe Gunung Kelimutu, ein aktiver Vulkan im Zentrum von Flores, der drei Kraterseen beherbergt. Einmal am Kraterrand angekommen erschließt sich nicht nur ein spektakulärer Blick über die weitgehend unberührte, grüne Insel – man sieht auch, dass die drei Seen, die alle eine unterschiedliche Farbe aufweisen, lediglich durch natürliche Dämme im Krater voneinander getrennt sind. Das Besondere: Offenbar aufgrund der vulkanischen Aktivität wechseln die Seen in unregelmäßigem Abstand ihre Farben.

Flores

Flores ©iStockphoto/Luisa Puccini

Apropos Farben: Auf der Insel selbst dominiert ganz eindeutig die Farbe Grün, sei es in Form von Buschland, Regenwald, Reisterrassen oder Zuckerrohr. Lediglich das Blau und Türkis des Meeres und das Weiß der Puderzucker-Traumstrände rund um Labuan Bajo und östlich von Maumere sorgen für Kontraste. Apropos Maumere: Die 70.000-Einwohner-Stadt im östlichen Teil von Flores ist die größte Stadt der Insel, Handelszentrum und Hauptstadt. Wer hier nun aber die zum Beispiel für Bali typischen Tempel und Holzbauten sucht, wird sehr darüber staunen, was ihn hier erwartet. Die Portugiesen und später auch die Holländer hinterließen gleich in mehrfacher Hinsicht ihre Spuren auf Flores – da ist es durchaus möglich, eine Christusstatue statt hinduistischer Tempel, buddhistischer Pagoden oder islamischer Moscheen vorzufinden. Mit Sicherheit wären noch heute einige der portugiesischen Kolonialbauten (wie man sie beispielsweise noch in Macau findet) zu sehen, wenn der Großteil der Stadt und Insel im Laufe der Zeit nicht von mehreren Naturkatastrophen mit enorm zerstörerischen Kräften heimgesucht worden wäre. Fast scheint es, als wollte Mutter Natur die Spuren der europäischen Eindringlinge in dieses Paradies ein für alle Mal tilgen. Zurückgeblieben sind nur die unterschiedlichen, im Bergland lebenden Stämme mit ihren ganz eigenen Kulturen, Sitten und Sprachen, eine traumhafte Unterwasserwelt voller Wunder und – ganz im Westen von Flores – die Komodo-Warane, die „ihre“ Insel seit Urzeiten bewohnen und beschützen.

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