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Reisen in Indonesien

Möchte man dem Nervenkitzel, dem Komfort oder gar der Langweiligkeit eines Inland-Fluges entgehen, bietet Indonesien einige Alternativen von Ort zu Ort zu gelangen. In einem Inselstaat wie Indonesien verwundert beispielsweise das sehr dichte Angebot von Fähren nicht. Die größte Linie heißt „PELNI“, die auf ihren recht modernen, sehr großen, aber langsamen Fähren insgesamt 5 Klassen der Passage anbietet. Von der Erste-Klasse-Kabine mit Klimaanlage und TV über das Mehrbettzimmer mit und ohne Klimaanlage bis hin zum Platz für die eigene Bastmatte auf dem Deck kann man sehr günstig (ab 10$ pro Tag)  von Insel zu Insel reisen. Eine schnellere Option sind die ASDP-Fähren auf den Hauptrouten. Für beide bekommt man Tickets in den Büros der Reiseagenturen. Die kleineren Fähren sollte man jedoch auf jeden Fall meiden, da sie meist uralt, unsicher und überladen sind. Um Proviant und Wasser kümmert man sich am besten selbst – oder zapft die Ziegenherde auf dem Achterdeck an…

Eine gemütliche und vor allem gesellige Möglichkeit zu reisen findet man auf Java und Sumatra – die gute, alte Eisenbahn. Alt trifft auf jeden Fall zu: Obwohl das Streckennetz der „PT Kereta Api“ mittlerweile wieder gepflegt und ausgebaut wird, stammen die meisten Strecken noch aus der Kolonialzeit. Auf Java gibt es neben einer modernen Strecke von Bandung nach Jakarta noch eine Nordstrecke von Jakarta über Semerang nach Surabaya. Dort erhält man auch Anschluss nach Banyuwangi und von dort per Fähre nach Bali. Die landschaftlich fantastische Südstrecke führt von Jakarta über Yogyakarta nach Solo. Die Dieselloks sind zwar nicht sehr schnell und Schlafwagen gibt es nicht, dafür wird man aber mit atemberaubenden Ausblicken und interessanten Reisebekanntschaften entschädigt.

Touristin in Indonesien

Touristin in Indonesien ©iStockphoto/Nadezhda Prokudina

Wenn es etwas schneller gehen soll, nimmt man den Bus – auch wenn man ein gutes Gefühl für Risiko und dessen Vermeidung haben sollte. Die besseren Buslinien haben klimatisierte und nicht ganz so alte Busse sowie einigermaßen fahrtüchtige Fahrer. Die „preisbewussteren“ Busunternehmen meistens nicht – also Finger weg, wenn es eine Alternative gibt.

Eine komfortable Alternative wäre auf jeden Fall das Mieten eines Autos samt Fahrer. Theoretisch zumindest, der Verkehr ist mörderisch. Selbstfahren ist eine lebensgefährliche Idee, aber nicht nur der Linksverkehr ist schwierig: Fahrspuren, Ampeln, Verkehrsschilder, Blinken und Bremsen sind weitgehend unbekannt. Der Aufpreis für einen ortskundigen Fahrer ist minimal, außerdem hat man hier die Chance auf etwas mehr Kontakt zur Bevölkerung.

Die „Becak“ genannten Rikschas bzw. Motorrad-Rikschas bevölkern neben den dauerpräsenten Motorrollern die großen Innenstädte. In Jakarta oder Bali gibt es statt „Becaks“ die „Bajaj“, drei- oder vierrädrige, teilverkleidete Gefährte. Sie sind in der Tat eine schnelle Variante, innerhalb der Stadt voran zu kommen. Man muss als Tourist aber enorm aufpassen, beim Preis nicht übers Ohr gehauen zu werden. Unser Tipp: Vor der Fahrt den Preis verhandeln und schriftlich fixieren, sonst werden aus den eigentlich vereinbarten 15.000 Rupiah ganz schnell 50.000…