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Do’s und Don’ts in Indonesien

In jedem Urlaubsland gebietet es der Respekt, sich den dort herrschenden Sitten zumindest ein wenig anzupassen. Im Fall von Indonesien ist das gar nicht so einfach – schließlich leben hier sehr viele zum Teil sehr unterschiedliche Völker zusammen. Einen ersten Anhaltspunkt darüber, was angemessen ist, gibt aber beispielsweise die jeweils auf der Insel vorherrschende Religion: Auf dem hinduistisch geprägten Bali herrschen andere Sitten als etwa auf der muslimisch geprägten Nachbarinsel Java. Da die Bewohner Indonesiens zu rund 88 Prozent Muslime sind, ist es sowohl für Männer als auch für Frauen ratsam, ihre Kleidung entsprechend anzupassen.

Freizügige Kleidung mag in den Touristenhochburgen vielleicht noch toleriert sein – ganz sicher ist sie aber nicht bei Ausflügen ins Hinterland oder beim Besuch eines Gotteshauses (egal welcher Konfession) angemessen. Beim Betreten eines Tempels ist es oftmals erforderlich, einen Sarong bzw. einen Selendang anzulegen – Männer bilden dabei keine Ausnahme! In vielen Tempeln ist es möglich, entsprechende Kleidung auszuleihen. Für den Besuch abgelegenerer Tempel empfiehlt es sich, einen Sarong bzw. Selendang für kleines Geld zu kaufen. Übrigens: Lange, luftige Kleidung bei Ausflügen ist nicht nur ein Ausdruck von Respekt, sie schützt auch besser gegen die doch sehr intensive Sonne und vor Insektenstichen…

Indonesien

Indonesien ©iStockphoto/George Clerk

Die Einwohner Indonesiens sind in der Regel sehr höfliche, freundliche Menschen, denen man ebenso höflich entgegentreten sollte. Respektlosigkeiten sind ebenso unangebracht wie Überheblichkeit und Arroganz – manche Indonesier reagieren auf ein solches Benehmen empfindlich. Kein Wunder in Anbetracht der indonesischen Kolonialgeschichte… Als ein absolutes No-Go gilt übrigens auch, die Hände in die Hüften zu stemmen (zu aggressiv), mit den Fingern zu zeigen (Beleidigung), eine Begrüßung mit der linken Hand (Beleidigung, das ist die Toiletten-Hand), jemanden vor Anderen zurechtzuweisen (Gesichtsverlust) oder eine zu direkte Umgangsweise. Aber nicht nur die Menschen gilt es mit Respekt zu behandeln: Auch Heiligtümer, Tempelfiguren u.ä. ist Achtung entgegen zu bringen. Wer entsprechende Bauwerke oder Skulpturen mit Klettergärten oder Sitzgelegenheiten verwechselt, riskiert hohe Strafen.