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Jakarta

Haben Sie Angst vorm Bogeymann? Die einst so gefürchteten Bugis, die der Horrorgestalt ihren Namen liehen, waren umtriebige Piraten und Händler mit Basis in Jakarta, der heutigen Hauptstadt Indonesiens. Und auch heute noch leben ihre Nachfahren hier: Wer mag, kann sich am alten Hafen, wo noch eine seetüchtige Segelboot-Flotte liegt, auf Spurensuche machen.

Aber nicht nur die Bugis bevölkerten die an der javanischen Nordwestküste gelegene Stadt, die heute die Heimat mehrerer Millionen Einwohner ist. Ab dem Ende des 16. Jahrhunderts war der Hafen von Jakarta eine beliebte Anlaufstelle für niederländische Handelsschiffe. Schon bald nahm die Niederländische Ostindien-Kompanie die Stadt in Besitz, nannte sie Batavia und machte sie zur Hauptstadt ihres Handelsreiches. Noch heute sind einige wenige Gebäude aus der niederländischen Kolonialzeit erhalten. Man findet sie vorwiegend am Kali Besar, dem großen Kanal. Auch am Taman Fatahillah, dem Rathausplatz, erstrahlen heute alte Kolonialgebäude in neuem Glanz, darunter das Stadthuys oder das Gedung Gajah, das Elefantengebäude, das das Nationalmuseum beherbergt.

Sehenswert ist auch der Stadtteil Glodok, das Chinatown Jakartas. Ursprünglich siedelten hier Chinesen aus den Provinzen Fujian und Guangzhou außerhalb der alten Stadtmauern. In ihren engen, verwinkelten Straßen und Gassen findet man trotz umfangreicher Zerstörungen im Laufe der Jahrhunderte auch heute noch so manches Kleinod wie etwa den 1650 gegründeten Tempel Dharma Jaya. Bekannt ist Glodok heutzutage aber eher für seine guten Shoppingmöglichkeiten, die zahlreichen Technik- und Elektronikläden und Shopping-Centers. Kein Wunder also, dass dieser Stadtteil besonders beliebt und entsprechend stark frequentiert ist.

Jakarta

Jakarta ©iStockphoto/Warren Goldswain

Überhaupt, Jakarta wirkt auf viele Besucher oftmals wie ein alles verschlingendes, lautes, übervölkertes Monster. Der hektische Verkehr, der permanent hohe Lautstärkepegel, die Luftverschmutzung bewegen viele Besucher dazu, die Stadt nach der Landung auf dem internationalen Flughafen so schnell wie möglich zu verlassen. Was schade ist, denn wer sich auf die Stadt (die eigentlich eine Metropolregion ist und aus 5 Städten besteht) einlässt, entdeckt unerwartet viele Relikte der ereignisreichen Vergangenheit und noch viel mehr Zeitgenössisches aus Kunst, Kultur und Architektur.

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