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Gesundheit und ärztliche Versorgung in Indonesien

Zwar ist Indonesien mit seinen Traumstränden und einzigartigen Völkern, seiner spektakulären Flora und Fauna für viele Reisende die Erfüllung aller ihrer Südsee-Träume. Vergessen sollte man dabei jedoch nicht, sich vor Reisebeginn über mögliche Gesundheitsgefahren und sinnvolle Impfungen zu informieren. Besonders, wenn die Reise in abgelegenere oder unbekanntere Landesteile führen soll, ist eine gute Prophylaxe und Reiseapotheke wichtig – schließlich befindet sich in den meisten Fällen auch das nächste größere Krankenhaus in einiger Entfernung auf einer anderen Insel.

Allgemeine Gesundheitshinweise


Um die schönsten Wochen des Jahres auch in Indonesien unbeschwert genießen zu können, sollten Reisende zunächst einmal allgemeine Verhaltensregeln beachten. Dazu zählt beispielsweise, ausschließlich durchgegarte, gekochte und heiß servierte Speisen, heißen Kaffee oder Tee, kohlensäurehaltige Getränke usw. zu konsumieren. Als Faustregel gilt: Nicht essen, was nicht gekocht und geschält werden kann. Verzichten sollte man u.a. auch auf Eiswürfel, da nicht überall die Trinkwasserqualität ausreichend hoch ist. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass das Leitungswasser nicht immer trinkbar ist. Sicherer ist es, sich mit Wasserflaschen einzudecken – denn ausreichend trinken sollte man angesichts der stets hohen Temperaturen in jedem Fall, um Kreislaufproblemen vorzubeugen. Für den Fall von Durchfall-Erkrankungen empfiehlt sich beispielsweise die Mitnahme von Kohletabletten in der Reiseapotheke.

Gesundheit in Indonesien

Gesundheit in Indonesien ©iStockphoto/Günay Mutlu

Impfschutz

Großen Wert sollten Indonesien-Reisende auf ausreichenden Mückenschutz legen. Dazu gehört nicht nur ein gutes Moskitonetz, das stets unter (!) der Matratze fixiert werden sollte, sondern auch ein gutes Mücken-Abwehrmittel und das Tragen möglichst heller langer Kleidung in den Abend- und Nachtstunden.

Zwischen Dämmerung und Morgengrauen, insbesondere in der Regenzeit, sind die meisten Mücken sehr aktiv. Und sehr gefährlich, da sie Krankheiten wie Malaria und das Dengue-Fieber übertragen können. Ob man sich gegen Malaria impfen lässt, sollte jeder Urlauber selbst entscheiden. Einerseits bietet die Impfung einen relativ guten Schutz gegen eine Malaria-Erkrankung. Andererseits treten bei allen Impfstoffen zum Teil heftige und unangenehme Nebenwirkungen auf. Unschlüssige Urlauber sollten sich von ihrem Hausarzt beraten lassen, der die Impfung auch durchführen kann. Bereist man beispielsweise lediglich eine der gut ausgebauten Ferienregionen auf Bali, ist die Gefahr einer Malariaerkrankung sehr gering und eine Impfung nicht unbedingt notwendig. Zur Sicherheit kann man in diesem Fall auch einfach ein Notfall-Medikament mitführen – das beruhigt, beeinträchtigt das Wohlbefinden nicht dauerhaft und ist zudem auch noch günstiger als die Impfung.

Apropos Impfungen: Vorgeschrieben ist der Nachweis über eine Gelbfieberimpfung bei Einreise, sofern man aus einem Verbreitungsgebiet einfliegt. Als empfehlenswert gilt ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B, Typhus und Tollwut. Es gilt die Grundregel: Je unzugänglicher und im Westen unbekannter eine Region ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich hier diverse Krankheitserreger tummeln, die schwere Krankheiten verursachen können. Daher gilt auch: Auf Schwimmen und Baden in Seen im Hinterland, beispielsweise auf Sulawesi, sollte man der Gesundheit zuliebe verzichten. Auch kleine Wunden sollten stets schnell versorgt werden.